ProtonVPN und Surfshark liegen in unserem Vergleich knapp beieinander: 4,2/5 gegen 4,1/5. So enge Zahlen heißen normalerweise “kauf, was gerade im Angebot ist”. Nicht hier. Diese beiden Produkte wollen Unterschiedliches vom Leben, und die falsche Wahl bedeutet, für Stärken zu zahlen, die Sie nie nutzen.
Die zwei Wertungen, aufgeschlüsselt
ProtonVPNs 4,2/5 steht auf Vertrauenskriterien: Schweizer Jurisdiktion (5/5), eine KPMG-geprüfte und mehrfach bestätigte No-Logs-Richtlinie (5/5), Open-Source-Apps und 5/5 beim Tempo. Die Schwachstelle ist deutlich: 3/5 beim Streaming, mit wechselhaften Werten bei Disney+, BBC iPlayer, Hulu und Peacock.
Surfsharks 4,1/5 ist die umgekehrte Form: Streaming 4,5/5, Tempo 5/5, unbegrenzte Geräte, der niedrigste Preis der Spitze und eine Cure53-geprüfte No-Logs-Richtlinie auf RAM-Only-Servern. Die Abzüge: Niederlande-Jurisdiktion (Nine Eyes, 4/5) und eine Bug-Bounty- und Transparenz-Bilanz eine Stufe hinter Proton. Gleiche Liga, gegensätzlicher Bau.
Datenschutz und Vertrauen: Proton mit klarem Abstand
Beide nehmen die Hürde des ernsthaften VPN: geprüftes No-Logs, RAM-Only-Infrastruktur, moderne Protokolle. Der Unterschied ist graduell. Protons Fall ist so stark, wie die Branche es bietet: Die Schweiz liegt außerhalb der EU und aller Bündnisse, das Schweizer Recht kann VPN-Anbieter derzeit nicht zum Loggen zwingen. Die Apps sind Open Source, der Audit-Rhythmus mit vier Jahres-Prüfungen in Folge ist unerreicht. Surfshark ist glaubwürdig statt außergewöhnlich: Cure53-geprüft, RAM-Only, kein Vorfall, aber die Niederlande sind Nine-Eyes-Mitglied. Ist Datenschutz Ihr Kaufgrund: Proton, und das ist kein Münzwurf.
Streaming: Surfshark, ebenfalls deutlich
Unsere Daten erzählen eine einseitige Geschichte. Surfshark bewertet “sehr gut” bei Netflix, Disney+, Prime Video, HBO Max und Peacock, nur BBC iPlayer fällt auf “gut”. Proton bewertet “sehr gut” bei Netflix und “wechselhaft” beim Rest. Wechselhaft heißt genau das: diese Woche läuft es, nächste Woche blockiert. Für einen Gelegenheits-Netflix-Nutzer erträglich, für jemanden, der gezielt Disney+ aus dem Ausland will, ein Produktversagen. Dazu Surfsharks Haushalts-Argument: unbegrenzte Geräte gegen Protons zehn.
Tempo, Funktionen, Alltag
Beide holen 5/5 beim Tempo, beide setzen auf WireGuard, beide haben Kill-Switch, Split-Tunneling und Werbeblocker (NetShield gegen CleanWeb). Unterscheidungsmerkmale: Proton bietet Secure Core (Verbindung über gehärtete Server in der Schweiz, Island oder Schweden) und Tor over VPN. Surfshark kontert mit MultiHop, Camouflage und NoBorders für restriktive Netze sowie einem Alternative-ID-Generator. Power-Datenschutz: Proton. Komfort: Surfshark.
Preis: Surfshark gewinnt die Tabelle
Surfsharks Jahresplan liegt bei rund 2,75 Euro pro Monat, Protons Pendant bei rund 3,99 Euro. Beide bieten 30 Tage Geld-zurück. Über zwei Jahre weitet sich die Lücke (rund 41 gegen 72 Euro). Plus unbegrenzte Geräte gegen zehn: Surfshark liefert schlicht mehr VPN pro Euro. Was Proton für die Differenz verkauft, ist Vertrauenstiefe und sein Gratis-Tarif, der beste der Branche.
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Welches sollten Sie kaufen?
ProtonVPN, wenn das VPN zuerst ein Datenschutz-Werkzeug ist: Jurisdiktion, Open Source, Secure Core, oder wenn Sie gratis starten und später upgraden wollen. Surfshark, wenn das VPN ein Streaming- und Haushalts-Werkzeug ist: mehrere Personen, viele Geräte, regelmäßiges Geo-Entsperren, niedrigster Preis.
ProtonVPN gewinnt nach Punkten, 4,2/5 zu 4,1/5, und den Datenschutz-Vergleich mit größerem Abstand, als die Wertungen vermuten lassen. Aber die meisten in dieser Preisklasse kaufen Streaming und Multi-Geräte-Abdeckung, und da ist Surfshark schlicht das bessere Produkt. Datenschutz zuerst: Proton. Alles andere: Surfshark.
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