ProtonVPN veröffentlichte 2026 die Ergebnisse zweier bedeutender unabhängiger Audits. Das erste ist sein viertes aufeinanderfolgendes No-Logs-Audit durch die polnische Sicherheitsfirma Securitum. Das zweite ist sein erstes SOC-2-Typ-II-Audit, das die breiteren Geschäfts-Sicherheitspraktiken prüfte, nicht nur die Datenschutzrichtlinie. Zusammen festigen die Ergebnisse ProtonVPNs Position als eines der am gründlichsten geprüften datenschutzorientierten VPNs.

Was das Securitum-No-Logs-Audit fand

Securitums viertes ProtonVPN-Audit folgt derselben Methodik wie die drei vorigen: Die Prüfer versuchen, über die Live-Produktionsinfrastruktur an Verbindungsprotokolle, Metadaten und Nutzerkennungen zu gelangen, ohne dass es welche zu zeigen gäbe. Das 2026-Audit bestätigte, dass ProtonVPNs Produktionsserver keine Verbindungszeitstempel, IP-Adressen, Sitzungsdauer oder andere identifizierende Informationen speichern. Diese Art “Live-Audit” ist aussagekräftiger als eine reine Richtlinienprüfung, weil sie echte Infrastruktur testet statt nur Dokumentation. ProtonVPN hat nun vier Securitum-Audits ohne Fehlschlag bestanden. Das platziert es hinter NordVPN (sieben große Audits, inklusive Deloitte-No-Logs-Verifizierung), aber vor Mullvad (vier Cure53-Audits) und Surfshark (zwei Audits) in kumulativer Audit-Historie.

Was SOC 2 Typ II tatsächlich bedeutet

SOC 2 ist ein Prüfstandard für Dienstleister, die Kundendaten verarbeiten. Typ I prüft, ob die Kontrollen zu einem Zeitpunkt vorhanden sind. Typ II prüft, ob sie über einen Zeitraum (meist 6 bis 12 Monate) durchgehend wirksam funktionieren, deutlich anspruchsvoller. Für VPN-Nutzer signalisiert eine SOC-2-Typ-II-Zertifizierung, dass ProtonVPNs Geschäftsprozesse, Mitarbeiter-Zugriffskontrollen, Incident-Response und Datenhandhabung einen anerkannten Enterprise-Sicherheitsstandard erfüllen. Das ergänzt ein No-Logs-Audit, ohne es zu ersetzen: Das No-Logs-Audit bestätigt, dass die Server keine Nutzerdaten speichern, das SOC-2-Audit bestätigt, dass die Firma dahinter robuste operative Kontrollen hat, wer auf Systeme zugreifen darf und ob Sicherheitsrichtlinien tatsächlich befolgt statt nur aufgeschrieben werden. ProtonVPN gehört zu den ersten Consumer-VPN-Anbietern mit SOC-2-Typ-II-Zertifizierung.

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Wie das ProtonVPNs Note beeinflusst

Unsere Noten kommen aus der Excel-Datenbank. ProtonVPN erreicht aktuell 4,2/5 insgesamt, hinter NordVPNs 4,6/5. Die Audit-Ergebnisse bekräftigen dieses Ranking, ändern es allein aber nicht, da ProtonVPNs Datenschutz-Infrastruktur schon zu den stärksten in unserem Datensatz zählte. Die SOC-2-Typ-II-Zertifizierung ist für Enterprise- und Business-Nutzer bedeutsamer als für Privatpersonen: Organisationen, die ProtonVPN für Team-Konten oder Firmeneinsatz prüfen, haben nun ein anerkanntes Compliance-Artefakt für ihre IT-Sicherheitsteams.

Der Vorteil der Schweizer Jurisdiktion

Beide Audits geschahen im Kontext von ProtonVPNs Schweizer Sitz, weiter einer der strukturellen Vorteile. Die Schweiz gehört keinem Geheimdienstbündnis an (weder Five, Nine noch Fourteen Eyes) und hat mit die stärksten gesetzlichen Datenschutzregeln der Welt. Wenn Securitum bestätigt, dass keine Logs existieren, wiegt das zusätzlich, weil Schweizer Recht ProtonVPN nicht zwingt, heimlich Logs für die Strafverfolgung zu führen, anders als bei Anbietern in den USA, UK oder der EU. Die Kombination aus Schweizer Jurisdiktion, vier No-Logs-Audits und nun SOC 2 Typ II macht ProtonVPNs Datenschutz-Stack wirklich umfassend.

Unsere Einschätzung

ProtonVPNs Audits 2026 bekräftigen seine Position als stärkste Wahl für Nutzer, die nachprüfbaren Datenschutz über alle anderen Kriterien stellen. Das SOC-2-Typ-II-Ergebnis ist die neuartigere Leistung und validiert Sicherheitspraktiken auf Geschäftsebene, die kein anderes Consumer-VPN unabhängig zu diesem Standard nachgewiesen hat.

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