Private Internet Access (PIA) ist eines der ältesten und größten VPNs am Markt. Mit über 28.000 Servern und gerichtlich bewiesenen No-Logs-Behauptungen hat es echte Referenzen. Es hat zudem das mit Abstand größte Servernetz aller großen VPNs. Aber Kape Technologies besitzt es, was es in dieselbe Konzernfamilie wie ExpressVPN und CyberGhost stellt. Hier, was das in der Praxis bedeutet. Gesamtwertung: 3,7/5.
Servernetz: das größte verfügbare
PIA betreibt 28.936 Server in 77 Ländern, die größte Flotte aller großen VPNs. Zum Vergleich: NordVPN hat rund 6.274 Server, ExpressVPN über 3.000. Mehr Server bedeuten in der Regel weniger Überlastung und mehr IP-Vielfalt, was für Aufgaben wie das Umgehen von Geosperren oder einen konsistenten digitalen Fußabdruck zählt. Eigene Server: 4/5.
Geschwindigkeit: lokal gut, auf Distanz gemischt
PIA holt 4/5 beim Tempo. Lokale Leistung ist stark. Auf weiten Strecken schwankt es stärker als bei NordVPN, ExpressVPN oder Surfshark. Die WireGuard-Geschwindigkeiten wurden in einigen Tests 2026 als unbeständig vermerkt, ungewöhnlich für ein sonst so performantes Protokoll. Wer vor allem nahe Server nutzt, ist gut bedient. Für regelmäßige interkontinentale Nutzung ist die Konkurrenz schneller.
Verschlüsselung: ein echtes Bedenken
PIAs Standard-Verschlüsselung ist AES-128, nicht AES-256. Das ist bewusst einstellbar, und Sie können in den Einstellungen auf AES-256 wechseln. Aber der Standard ist schwächer als bei jedem anderen großen VPN in diesem Test, und viele Nutzer ändern ihn nie. Die Verschlüsselungswertung liegt deshalb bei 2/5.
AES-128 ist in der Praxis nicht “geknackt”, aber ein niedrigerer Standard als die Branchennorm. Dass man ihn anpassen kann, ist gut, doch einen schwächeren Standard voreinzustellen ist eine Designentscheidung, die man hinterfragen darf.
No-Logs-Richtlinie: gerichtlich bewiesen
PIAs No-Logs-Behauptung wurde zweimal vor US-Bundesgerichten getestet. In beiden Fällen forderten Behörden Nutzerdaten an, und PIA lieferte nichts, weil es nichts zu liefern gab. Das ist ein stärkerer Beweis als viele Audits. Ein formelles Audit von Deloitte gab es 2022, 2024 und zuletzt 2025, alle mit sauberem Ergebnis. No-Logs-Wertung: 4/5. RAM-Only-Server sind vollständig im Einsatz (5/5).
Jurisdiktion: USA (Five Eyes)
PIA sitzt in den USA und holt 3/5 bei der Jurisdiktion. Die Five-Eyes-Mitgliedschaft und die weitreichenden Überwachungsgesetze sind ein Bedenken, etwas gemildert durch die gerichtlich bewiesene No-Logs-Bilanz. Trotzdem erlauben US-Rahmen National Security Letters und Schweigegebote, die nie öffentlich werden.
Eigentum: Kape Technologies
PIA wurde 2019 von Kape Technologies übernommen, das auch ExpressVPN, CyberGhost und Zenmate besitzt. Transparenz beim Eigentum: 1/5. Das Bedenken ist nicht, dass Kape aktiv böswillig wäre, sondern dass die Bündelung mehrerer VPN-Marken unter einem Konzern Interessenkonflikte schafft und die Unabhängigkeit verringert, die VPN-Vertrauen erst bedeutsam macht.
Funktionen und Preis
PIA bietet WireGuard, OpenVPN und IKEv2, den Werbe- und Tracker-Blocker MACE (5/5), Split-Tunneling, Multi-Hop, Shadowsocks-Proxy, verschleierte Server, dedizierte IP und Port-Forwarding (selten geworden, nützlich fürs Torrenting). Unbegrenzte gleichzeitige Geräte (5/5).
| Plan | Monatlich | Pro Monat (Jahresplan) |
|---|---|---|
| Standard | 10,29 Euro | rund 2,87 Euro |
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Streaming
PIA holt 3,5/5 beim Streaming. Netflix, Amazon Prime Video und HBO Max laufen zuverlässig, Disney+ ist gut, BBC iPlayer, Hulu und Peacock sind wechselhaft. Eine Stufe unter NordVPN und ExpressVPN, aber über Mullvad und IPVanish.
Für wen PIA das richtige ist
PIA ist stark für Power-User, die ihr Setup im Detail konfigurieren wollen, für Torrent-Nutzer, die Port-Forwarding brauchen, und für alle, die das breiteste Servernetz wollen. Es ist nicht die beste Wahl für Streaming-Fokussierte oder alle, denen das Konzern-Eigentum ein echtes Anliegen ist.
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PIA hat das größte Servernetz, unbegrenzte Geräte, Port-Forwarding und eine gerichtlich bewiesene No-Logs-Bilanz. Die AES-128-Voreinstellung, die US-Jurisdiktion und das Kape-Eigentum sind echte Nachteile. Wer rohe Serverabdeckung und Konfigurationsfreiheit braucht, bekommt sie. Für Datenschutz zuerst sind ProtonVPN oder NordVPN die sichereren Wahlen. Gesamt: 3,7/5.
Die Konfiguration, die PIA glänzen lässt
PIA belohnt seinen Bastler-Ruf: MACE an, WireGuard gewählt, Kill-Switch dauerhaft aktiv, und die unbegrenzten Geräte über den Haushalt verteilt machen aus dem Budget-Preis Infrastruktur-Ökonomie. Die gerichtlich getestete No-Logs-Geschichte erledigt die Vertrauensarbeit, die wechselhafte Streaming-Spalte setzt die Erwartung, und das Ergebnis ist das beste Datenschutz-pro-Euro-Angebot in unserer Tabelle für Käufer, deren Abende sich nicht um Peacock drehen. Einmal bewusst eingerichtet, übertrifft das Produkt seine Preisklasse über Jahre. Wer torrentet, sieht auch das beste VPN für Torrenting 2026.
Unsere Zahlen stammen aus dem Datensatz hinter unserem Vergleich.
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