Die Frage, die uns am häufigsten gestellt wird: “Reicht ein kostenloses VPN?” Die Antwort ist kein einfaches Ja oder Nein. Sie hängt ganz davon ab, welches kostenlose VPN und was Sie damit vorhaben. Dieser Artikel schneidet durch den Marketing-Lärm: wie Gratis-VPNs Geld verdienen, was die echten Risiken sind und die zwei, die wir wirklich empfehlen.
Wie kostenlose VPNs Geld verdienen
Ein VPN kostet echtes Geld: Server in dutzenden Ländern, Bandbreite, Support, Entwicklung. Wenn Sie nicht zahlen, lautet die Frage: Wer zahlt, und warum? Das häufigste Modell ist Datenernte. Ihr Browserverlauf, die besuchten Seiten, Ihr Standort, Ihre Geräte-IDs, all das hat kommerziellen Wert. Eine Untersuchung von 300 kostenlosen Android-VPN-Apps fand, dass 72 Prozent Tracking-Bibliotheken von Dritten enthielten.
Manche Gratis-VPNs nutzen stattdessen einen begrenzten Tarif als Trichter zum bezahlten Abo, was bei seriösen Firmen in Ordnung ist. Andere schleusen Werbung in Ihre Sitzungen ein. Und dann gibt es Malware: Mehrere Gratis-VPN-Apps machten Geräte zu Botnet-Knoten. Der berüchtigtste Fall ist Hola VPN, das die Bandbreite seiner Nutzer an einen kommerziellen Botnet-Dienst verkaufte.
Was ein kostenloses VPN wirklich kostet
Der echte Preis eines schlechten Gratis-VPN ist nicht die Gebühr, sondern Ihre Daten. Protokolliert ein Gratis-VPN Ihren Verlauf und verkauft ihn, bezahlen Sie den Dienst mit Ihrer Privatsphäre, das Gegenteil dessen, was ein VPN leisten soll. Sie haben einen Mittelsmann hinzugefügt, der Sie monetarisiert, statt Sie zu schützen. Der andere Preis ist Leistung: Gratis-Tarife drosseln das Tempo, begrenzen das Volumen (meist 500 MB bis 10 GB im Monat) und beschränken die Serverwahl.
Die zwei kostenlosen VPNs, die wir empfehlen
Nach Tests dutzender Optionen nehmen nur zwei Gratis-VPNs unsere Hürde für Vertrauen und Nutzbarkeit.
ProtonVPN Free. Kein Datenlimit. Der Haken: Server in wenigen Ländern und langsamer zu Stoßzeiten. Der Vertrauensfall ist solide: Schweizer Firma hinter ProtonMail, Open-Source-Apps, unabhängig geprüftes No-Logs, Schweizer Jurisdiktion. Für Basis-Datenschutz, sichere Verbindungen im öffentlichen WLAN und gelegentlichen Zugriff ein vernünftiger Kompromiss. Mehr im besten kostenlosen VPN 2026.
Windscribe. 10 GB im Monat auf Servern in elf Ländern, genug für gelegentliches Surfen und leichtes Streaming. Die Firma ist kanadisch (Five Eyes), nicht ideal, aber die No-Logs-Politik hielt der Prüfung stand.
Gratis gegen bezahlt: direkter Vergleich
| Merkmal | Gratis-VPN | Bezahltes VPN |
|---|---|---|
| Datenlimit | meist 500 MB bis 10 GB/Mon | unbegrenzt |
| Tempo | gedrosselt | volle Geschwindigkeit |
| Server | 3 bis 15 Standorte | 50 bis 100+ Länder |
| Streaming | selten | meist ja |
| No-Logs | stark schwankend | geprüft (Top-Tipps) |
| Verkauft Daten? | oft ja | nein (seriöse) |
| Preis | 0 Euro | 2 bis 5 Euro/Mon |
Wann ein Gratis-VPN reicht
Im Café-WLAN E-Mails checken: ProtonVPN Free reicht völlig, denn die Hauptgefahr ist hier jemand im selben Netz, der unverschlüsselten Verkehr mitliest. Gelegentlich reisen und auf Inhalte von zu Hause zugreifen: Windscribes 10 GB decken leichtes Streaming auf kurzen Trips. Vor dem Kauf testen: ein Gratis-Tarif zum Prüfen der App ist sinnvoll, und Premium-Anbieter wie NordVPN bieten 60 Tage Geld-zurück, was einen bezahlten Plan risikofrei testbar macht.
Wann Sie wirklich zahlen sollten
Wer täglich ein VPN nutzt, streamt oder auf sensible Konten zugreift, fährt mit einem bezahlten VPN zu 2 bis 5 Euro im Monat besser. Der Leistungsunterschied ist real, die Serverauswahl viel größer, und Sie hängen nicht an einem Geschäftsmodell, das gegen Ihre Interessen läuft. Die Rechnung ist einfach: Ein gutes bezahltes VPN kostet weniger als ein Kaffee im Monat.
VPNs, die Sie ganz meiden sollten
Hola VPN (verkaufte Bandbreite an ein Botnet), Betternet (Malware-Bibliotheken in Audits gefunden), SuperVPN (kritische Datenleck-Lücke) und jedes VPN ohne veröffentlichte Datenschutzerklärung. Das Muster ist konstant: Sie sehen aus wie jede andere App, haben (oft gekaufte) positive Bewertungen und verdienen auf Wegen Geld, denen Sie nie zugestimmt haben.
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Ist Datenschutz Ihr echtes Ziel, nehmen Sie ProtonVPN Free, das einzige Gratis-VPN ohne Datenlimit mit vertrauenswürdiger Bilanz. Für gelegentliche Nutzung mit etwas mehr Serverflexibilität ist Windscribe (10 GB/Monat) die solide zweite Wahl. Jedes andere getestete Gratis-VPN ist zu begrenzt oder zu zwielichtig. Wer ein VPN öfter als ein paar Mal im Monat nutzt, beseitigt mit einem bezahlten Plan zu 2 bis 4 Euro alle Kompromisse.
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