ExpressVPN und NordVPN sind die zwei Namen, die in Mainstream-Empfehlungen am häufigsten auftauchen. ExpressVPN verlangt mehr: rund 4,30 Euro pro Monat im Jahresplan gegen NordVPNs rund 4,49 Euro, doch die deutlichere Lücke liegt bei der Gesamtwertung. Hier, was Sie für den Aufpreis bekommen.

Direkter Vergleich

KriteriumNordVPNExpressVPN
Gesamtwertung4,6/53,7/5
Geschwindigkeit5/55/5
JurisdiktionPanamaBrit. Jungferninseln
No-Logs-AuditDeloitte (6x)PwC (1x)
RAM-Only-ServerJaJa (TrustedServer)
Streaming5/55/5
Bug BountyJaNein
Transparenz5/52/5
Jahresplanrund 4,49 Euro/Monrund 4,30 Euro/Mon
Geld-zurück60 Tage30 Tage
KonzernNord SecurityKape Technologies

Geschwindigkeit: unentschieden

Beide holen 5/5. NordLynx und Lightway liefern beide exzellent auf kurzen wie langen Strecken. In direkten Tests variieren die Ergebnisse je nach Standort, keiner ist konstant schneller. Tempo ist kein Unterscheidungsmerkmal.

Datenschutz und Jurisdiktion

NordVPN sitzt in Panama, ExpressVPN auf den Britischen Jungferninseln, einem britischen Überseegebiet. Die BVI sind kein Five-Eyes-Mitglied und haben günstige Datenschutzgesetze, der Status als britisches Gebiet schafft aber eine theoretische Verbindung zur UK-Jurisdiktion. Beim Audit zieht NordVPN deutlich davon: sechs aufeinanderfolgende Prüfungen von zwei Firmen gegen ExpressVPNs eine. Audit-Häufigkeit zählt, weil Praktiken zwischen Prüfungen driften können. Beide nutzen RAM-Only-Server. ExpressVPN hat kein Bug-Bounty-Programm.

Der Kape-Faktor

Seit 2021 gehört ExpressVPN Kape Technologies, früher Crossrider (Adware-Verteilung). Kape besitzt nun auch CyberGhost, PIA und ZenMate. NordVPNs Mutter ist Nord Security aus Litauen, die EU-Verbindung ist ein anderer Vorbehalt. ExpressVPNs Transparenz-Wertung liegt bei 2/5, vor allem wegen der Undurchsichtigkeit durch Kape. NordVPN holt 5/5.

Streaming: unentschieden

Beide holen “exzellent” über Netflix, Disney+, BBC iPlayer, Amazon Prime, Hulu und Peacock. Wenn Streaming das einzige Kriterium ist, funktionieren beide gleich gut, und die Preisdifferenz ist bei identischer Leistung schwer zu rechtfertigen.

Wofür ExpressVPN den Aufpreis wert sein kann

Ein paar Situationen sprechen für ExpressVPN: die beste Router-App der Branche (die Aircove-Hardware), die einfachste Bedienung für nicht-technische Nutzer und eine Vorliebe für die BVI-Eintragung. Für diese spezifischen Fälle kann der Aufpreis aufgehen.

Wofür NordVPN spricht

Mehr Audits, aktives Bug Bounty, bessere Transparenz, 60 statt 30 Tage Garantie, Meshnet, und das bei gleichem Streaming und Tempo. Für die Mehrheit hält der Fall für den Aufpreis nicht.

NordVPN holen

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Unser Urteil

NordVPN gewinnt diesen Vergleich klar. Sechs Audits gegen eines, aktives Bug Bounty, bessere Transparenz, 60 Tage Geld-zurück. ExpressVPNs Router-App ist wirklich besser und die Bedienung einfacher, aber das rechtfertigt keinen spürbaren Aufpreis. Die 4,6 gegen 3,7 spiegeln aufsummierte Vorteile bei Preis, Funktionen und Audit-Rhythmus, nicht einen einzelnen dramatischen Abstand.

Weiterlesen: NordVPN Testbericht 2026 und ExpressVPN Testbericht 2026.